Eine junge Familie und ein Pfarrer tragen Masken auf einem Selfie nach einer Taufe

Taufen, Trauungen und Bestattungen in Corona-Zeiten sind gar kein Problem! Allerdings gibt es Maßnahmen, die auch uns als Kirche wichtig sind, um Menschen zu schützen.

Bild: privat / Jutta Schrems

SEGEN. SERVICESTELLE

Kasualien in Coronazeiten

Taufen, Trauungen und Bestattungen in Corona-Zeiten sind…
… gar kein Problem! Allerdings gibt es Maßnahmen, die auch uns als Kirche wichtig sind, um Menschen zu schützen.

Die Menschenfreundlichkeit Gottes ist für uns auch hier der Maßstab. Manches ist damit eingeschränkt. Oft ergeben sich dadurch aber auch ganz neue Ideen und Möglichkeiten!

Wenn sie über eine Taufe oder eine Trauung nachdenken oder eine Beerdigung feiern müssen, finden Sie hier kurz und knapp einige wichtige Tipps und Hinweise.

Anzahl der Besucher*innen in der Kirche: Klären Sie bitte mit dem Pfarramt, wie viele Besucher*innen im Augenblick in der Kirche für ihre Fest möglich sind.

Anzahl der Besucher*innen auf Friedhöfe und in Trauerhallen: Wenden Sie sich hier bitte an die Bestatter oder ggf. an die Kommune.

Hygienekonzept: Jede Kirchengemeinde hat ein Hygienekonzept. Das regelt das Verhalten bei Gottesdiensten ganz praktisch und hilft auch Ihnen.

Überraschende neue Wege: Viele Kirchengemeinden gehen aufgrund von Corona ganz innovative Wege, um Familienfeste möglich zu machen, oft sogar im Freien. Fragen Sie einfach im Pfarramt nach, welche Ideen es gibt!

Der Abstand in Kirchen ist im Hygienekonzept geregelt (sehr oft 1,5 m oder 2 m). Wenn nicht akute regionale Einschränkungen etwas anderes regeln, dürfen Sie direkt nebeneinandersitzen, wenn Sie Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie oder Geschwister sind.

Geschlossene Gesellschaften bei Familienfeiern (Trauungen, Taufen, Beerdigungen, Konfirmationen) können, wenn nicht akute regionale Einschränkungen vorliegen, in Gaststätten ohne Einhaltung der Mindestabstände feiern. Der Kirchenvorstand einer Kirchengemeinde kann beschließen, dass beim Tauf- oder Traugottesdienst derjenige Teil der Gemeinde, der anschließend als geschlossene Gesellschaft ohne Mindestabstände feiert, auch in der Kirche auf die Einhaltung der Abstände verzichten darf, sofern die Brautleute bzw. (Tauf-) Eltern das wünschen. Voraussetzung ist, dass die Kontaktdaten dieses Personenkreises erfasst sind.

Das Singen wird durch das Hygienekonzept vor Ort geregelt. Wenn Singen möglich ist, gestalten Sie am besten für Ihr Fest ein eigenes Liedblatt, dann benötigen Sie auch  keine Gesangbücher.

Abstand der Pfarrer*innen: Wundern Sie sich nicht, wenn Pfarrer*innen im Gottesdienst auf Abstand zu Ihnen gehen! Sie sind angehalten, beim Sprechen und Beten ohne MNB einen Abstand von 4 Metern einzuhalten. Sie bleiben ihnen aber trotzdem innerlich verbunden und nah!

Körperliche Berührungen beim Segnen und Taufen sind zurzeit leider nicht möglich. Aber: Segnen geht auch über Abstand hinweg oder durch die Beteiligung von Angehörigen, weil Gott selbst hier seine eigenen Hände im Spiel hat!

Bei Taufen haben es beispielweise schon viele Eltern und Pat*innen und andere als besonderen Moment erlebt, das Wasser selbst über den Kopf des Kindes zu gießen. Die Pfarrerin oder der Pfarrer sprechen dann die Worte dazu. Keine Angst: Sie können dabei nichts falsch machen! Bitte suchen Sie das Gespräch darüber mit den Pfarrer*innen, welche Form der Taufhandlung stimmig und möglich ist.

Miteinander reden ist auch bei solchen Lebensfesten der beste Weg. Zur Vorbereitung der Taufe, Trauung oder Bestattung dient ein persönliches Gespräch. Hier können Sie ganz offen über Ihre Fragen und die Möglichkeiten reden.

Damit steht einer fröhlichen Taufe, einer persönlichen Trauung und einer würdevollen Bestattung nichts im Wege!

Wenn noch Fragen offen geblieben sind, wenden Sie sich gerne an die „Segen.Servicestelle für Taufe, Trauung, Bestattung & mehr“.